Melk

Besuch des Vereins Ohrenschmaus

25.11.2025

Nachbericht

Besuch des Vereins Ohrenschmaus

Am 25. November besuchte eine Gruppe des Vereins Ohrenschmaus die Gedenk-Stätte Melk. Der Besuch war im Rahmen der Schreib-Werkstätten 2025 unter dem Thema „Unsere Vergangenheit, unsere Zukunft.“

Zuerst wurden die historischen Orte bei der Gedenk-Stätte Melk besucht. Gemeinsam mit Melanie Grubner von der KZ-Gedenk-Stätte Melk besuchte die Gruppe den Ort. Es gab einen Rund-Gang in einfacher Sprache.

Zuerst besuchte die Gruppe das Objekt 10. Das Objekt 10 ist ein Gebäude in der Birago-Kaserne. Heute arbeiten in der Kaserne Soldaten des Österreichischen Bundes-Heeres.

Im National-Sozialismus war hier ein Konzentrations-Lager. Die National-Sozialisten haben hier Menschen eingesperrt, die ihnen nicht gepasst haben. Es hieß: „Vernichtung durch Arbeit!“ 

Die eingesperrten Menschen nannte man KZ-Häftlinge. Die KZ-Häftlinge mussten schwere Arbeit leisten. Viele KZ-Häftlinge sind dabei gestorben oder wurden von den National-Sozialisten getötet.

Das Objekt 10 war damals eine Häftlings-Unterkunft. In der Häftlings-Unterkunft haben die KZ-Häftlinge geschlafen.

Danach ging die Gruppe in die KZ-Gedenk-Stätte. Die Gedenk-Stätte war zur Zeit des Konzentrations-Lagers ein Krematorium. Im Krematorium wurden die toten KZ-Häftlinge verbrannt. Heute ist in der Gedenk-Stätte eine Ausstellung. In der Gedenk-Stätte sind auch viele Bilder von verstorbenen KZ-Häftlingen. Es gibt auch die "Wand der Namen". Auf der „Wand der Namen“ stehen die Namen der toten KZ-Häftlinge.

Nach einer Mittags-Pause fand die inklusive Schreib-Werkstatt statt. Die Schreib-Werkstatt fand unter dem Thema „Die Geschichte von Menschen mit Behinderungen in der Nazi-Zeit“ statt.

Die Schreib-Werkstatt wurde von Maike Heinrich, Helen Zangerle und Dominique Oswald vom Verein Ohrenschmaus geleitet.

Auf der Web-Seite des Vereins Ohrenschmaus steht: „Unsere Schreib-Werkstätten verbinden kreatives Schreiben mit inklusiver Erinnerungs-Kultur. Inklusive Erinnerungs-Kultur bedeutet: Viele verschiedene Menschen und ihre Geschichten sollen sichtbar sein. Alle Menschen sollen mitentscheiden können, wie wir an die Vergangenheit erinnern. In unseren Schreib-Werkstätten lernen die Teilnehmenden, besser zu schreiben. Gleichzeitig beschäftigen sie sich mit der Verfolgung von Menschen mit Behinderungen in der Zeit des National-Sozialismus.“

 

Bei der Schreib-Werkstatt in Melk wurden viele Texte geschrieben. Die Texte können hier gelesen werden.