Verein

Zur Entstehung und Zielsetzung von MERKwürdig

Am 21. April 1994 jährte es sich zum 50. Mal, dass die ersten Häftlinge aus dem KZ Mauthausen ins Melker Außenlager überstellt wurden.
Alexander Hauer und Michael Garschall wollten dem in einer angemessenen, vorerst einmaligen Art und Weise, Rechnung tragen. Denn bis dahin war das Erinnern, Gedenken und eine die Gegenwart beleuchtende gesellschaftspolitische Diskussion in Melk nicht verankert. So entstand die Veranstaltungsreihe MERKwürdig - eigentlich nur einjährig angedacht.

Die Resonanz in der Bevölkerung, das Kennenlernen von Überlebenden bzw. deren Angehörigen und den Angehörigen der Opfer, die offensive Bereitschaft vieler Melkerinnen und Melker, sich vielfältig diesem Themenkomplex zu stellen und die Debatte in das Heute zu überführen, aber auch die so tragischen Umstände der Bombenanschläge von Oberwart und Stinatz im Jahr 1995 verlangten eine zumindest einmalige Fortsetzung. Daraus sind inzwischen bereits 25 Jahre Gedenkarbeit geworden – oft mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen. Denn von Anfang an näherte sich die Veranstaltungsreihe den Fragestellungen vor allem auch mit Mitteln der Kunst und mit Begegnung. Derart will diese Veranstaltungsreihe den Spagat zwischen Geschichte und Gegenwart, Gedenken und Utopien versuchen. Das Thema Zivilcourage bildet dabei einen zentralen Ausgangspunkt.

Im Herbst 2017 wurde ein Meilenstein für eine Umstrukturierung und Weiterentwicklung gelegt. Mit Unterstützung des Landes NÖ, der Stadtgemeinde Melk und der Bundesanstalt Mauthausen konnte die erste hauptamtliche Stelle und somit die Grundlage für ein zeitgeschichtliches Zentrum in der Region Melk geschaffen werden. Mit dem Zeithistoriker Dr. Christian Rabl wurde eine ideale Besetzung für diese Aufgabe gefunden.

 

Spenden an:

„MERKwürdig, eine Veranstaltungsreihe wider Gewalt und Vergessen“ ist ein eingetragener, nicht auf Gewinn ausgerichteter, gemeinnütziger Verein (BH MELK, Vereinsregister - ZVR: 975413470).

MERKwürdig. Eine Veranstaltungsreihe wider Gewalt und Vergessen
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